

Mit ca. 300 Einwohnern ist Goldburghausen der kleinste Ort der Gemeinde Riesbürg, liegt ca. 3 km nördlich entfernt von Pflaumloch an der Kreisstraße K 3305 und hat eine Markungsfläche von 492 ha 63 a 65 qm.
Kommt man nach Goldburghausen, findet man einen ganz natürlichen Ort mit ländlichem Charakter vor, der früher durch seinen ausgiebigen Krautanbau auf den schwarzerdigen Äckern bekannt war. Auch heute noch ist Goldburghausen weitgehend landwirtschaftlich geprägt.
Nahe Goldburghausen befindet sich der bis weit über die Grenzen Riesbürgs hinaus bekannte ca. 60 Meter hohe Goldberg, ein Felsen aus Süßwasserkalk (Travertin), welcher in fünf aufeinander folgenden Perioden in vor- und frühgeschichtlicher Zeit besiedelt war. Die prähistorischen Funde, die auf ihm gemacht wurden, sind jetzt im ehemaligen Rathaus, dem jetzigen Goldbergmuseum ausgestellt. Ein Spaziergang auf den Goldberg gehört neben dem Besichtigen des Museums unbedingt zu einem Besuch in Goldburghausen. Der wunderbare Blick über das Ries und hinüber nach Nördlingen entschädigt für die Mühe des Aufstiegs.
Goldburghausen ist 1276 erstmals erwähnt als "Goldpurchhausen" - nach der Lage des Dorfes an der "Colburg", bzw. "Colpurch".
Das Spital Nördlingen besaß die Mehrheit der Güter und setzte 1543 die Reformation durch. Anlässlich der Schenkung an das Kloster Neresheim lässt sich die evangelische Kirche "St. Michael" im Jahre 1200 archivarisch nachweisen. Der aus Quadern gefüllte Turm ist in den unteren Geschossen romanisch (12. Jahrhundert) und erinnert an die einst trutzige Kirchenburg. 1875 errichtete man beim Bau des Langschiffes das Turmpolygon.
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