

1974 wurde im Rahmen der Flurbereinigung bei Wegebauarbeiten unterhalb der
Ofnethöhlen das Hauptgebäude eines römischen Gutshofes angeschnitten.
Seine Grundmauern waren den Archäologen schon seit dem Ende des vergangenen
Jahrhunderts bekannt.
Dieser Platz wurde in den Stiftungsurkunden eines Nördlinger Spitals schon
im 13. Jahrhundert als "castrum" (Kastell) und "urbs antiqua"
(alte Stadt) erwähnt.
Der Gutshof mit beträchtlichen Ausmaßen, der gegen Ende des 1. Jahrhunderts erbaut worden sein dürfte, befindet sich an der Verbindungsstraße zwischen Ederheim und Utzmemmingen.
In den Jahren 1975 - 76 und 1980 -81 wurde mit Ausnahme des rückwärtigen Teils und der Südflanke das gesamte Hofareal systematisch untersucht und die angeschnittenen Steingebäude ausgegraben und konserviert.

Die Ausgrabungen und Restaurationen fanden zwischen 1975 und 1981 unter der Leitung des bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege statt
Die in ihren Grundmauern sorgfältig restaurierte „Villa rustica“ zeugt von der Präsenz des Römischen Weltreiches - hier im nördlichsten Bereich ihrer Provinz VINDELICUM.
Dem Besucher zeigt sich ein anschauliches Bild vom Leben einer römischen Familie auf einem Bauernhof, der in der Abgeschiedenheit des Maienbachtales zugleich das in der Antike angestrebte Ideal eines in der Natur geborgenen, beschaulichen Landlebens verkörpert.
Der Gutshof besteht aus dem 290 m² großen Hauptraum, mehreren Nebenräumen und dem Mauerwerk und ist insgesamt 560 m² groß.
Die Maße der Außenmauern betrugen etwa 80 m x 110 m x 90 m x 120 m, mithin ein unregelmäßiges Viereck. Die Anzahl der Bewohner eines solchen Gutshofes belief sich mit Gesinde und Anverwandten auf etwa 50 Personen.
Montag bis Donnerstag:
7.30 Uhr bis 12.00 Uhr
Montag, Dienstag, Donnerstag:
13.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Mittwoch:
13.00 Uhr bis 18.30 Uhr
Freitag
7.30 Uhr bis 12.30 Uhr
Montag:
8.00 Uhr bis 10.00 Uhr
Dienstag:
15.00 Uhr bis 16.30 Uhr
Donnerstag:
8.00 Uhr bis 10.00 Uhr